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Trypanosoma

Trypanosoma

Trypanosomen (griech. Bohrkörper) sind eine Gruppe von geißeltragenden Protozoen (Flagellaten), die als Parasiten in vielen Warm- und Kaltblütlern vorkommen. Die Trypanosoma brucei rhodesiense und Trypanosoma brucei gambiense sind die Erreger der afrikanischen Schlafkrankheit.

Verbreitung

Sie kommen weltweit vor, jedoch sind die bedeutendsten Arten in den Tropen und Subtropen in Afrika, Mittel und Südamerika beheimatet. Jede Art hat ein begrenztes Spektrum von Zwischenwirten, daher können sie nur in Gebieten ihres Wirtes existieren ("Tse-Tse Gürtel" bei T. brucei).

Merkmale

Die Bezeichnung Trypanosoma (Bohrkörper) stammt von der Art der Bewegung der Flagellaten. Sie haben ein gedrungenes wurmartiges Aussehen. Trypanosoma ändern häufig ihre Gestalt, es variiert dabei vor allem die Position der Geißel zum Kern der Zelle und ihre Länge selbst. Man kann daher mehrere Formen unterscheiden.

Lebenszyklus

Alle Trypanosomen machen einen Wirtswechsel zwischen dem Insektenwirt und dem Wirbeltierwirt durch. Bei manchen Arten findet jedoch nur eine mechanische Übertragung statt (Trypanosoma evansi, Trypanosoma equiperdum). Dabei sind die sich im Darmtrakt der Insekten entwickelnde Formen epimastigot oder promastigot, während sich im Wirbeltierwirt trypomastigote oder amastigote Formen ausbilden.

Schadwirkung

Trypanosomen selbst sind Auslöser von unterschiedlichen Krankheiten. Es kommen 2 Humanpathogene Arten vor, wobei sie weitere Unterarten besitzen.
- Trypanosoma brucei
  - T. brucei brucei (Nagana, nur bei Tieren)
  - T. brucei gambiense (Afrikanische Schlafkrankheit)
  - T. brucei rhodesiense (Ostafrikanische Schlafkrankheit)
- Trypansoma cruzi (Chagas-Krankheit)
  - T. cruzi cruzi
  - T. cruzi marinkellei Sie kommen vor allem in flüssigen Körpergeweben vor, insbesondere dem Blut, Lymphe, Knochenmark, Rückenmarksflüssigkeit, und dem Gehirn. Sie können unter dem Mikroskop nativ und nach Giemsafärbung von Blut oder Liquor nachgewiesen werden.

Behandlung

Trypanosomen entziehen sich recht erfolgreich der Immunabwehr, indem sie einen variablen Proteoglycan-Mantel besitzen, der ständig seine Zusammensetzung (in Bezug auf die Kohlenhydrate) wechselt und deshalb nicht von der Immunabwehr erkannt werden kann.

Arten und ihre Entdecker


- Trypanosoma evansi, 1880 von Griffith Evans entdeckt, Erreger der Surra bei Pferd, Kamel und Elefant. Mechanische Übertragung bes. durch Tsetse und Tabaniden
- Trypanosoma equiperdum, entdeckt 1894 von Rouget als Erreger der Beschälseuche bei Pferden
- Trypanosoma brucei brucei, entdeckt 1894 von Sir David Bruce, Erreger der Nagana bei Tieren
- Trypanosoma brucei gambiense, entdeckt 1901 von Joseph Everett Dutton
- Trypanosoma brucei rhodesiense, eine Variante der Trypanosoma gambiense, Erreger der Schlafkrankheit
- Trypanosoma equinum, Voges 1901, entdeckt 1901 von Elmassian, Erreger der Mal de Caderas, einer nur bei Equides in Südamerikas vorkommenden Krankheit, der Kreuzlähme der Pferde.
- Trypanosoma theileri, entdeckt 1903 von Adolph Theiler, Erreger einer Rinderkrankheit
- Trypanosoma cruzi, entdeckt 1909 von Carlos Chagas, Erreger der Chagas-Krankheit
- Trypanosoma vivax, Erreger der Nagana bei Rindern und Schafen.

Literatur


- August Stich, Dietmar Steverding: Die Rückkehr einer Seuche: Trypanosomen. Biologie in unserer Zeit 32(5), S. 294 - 302 (2002), ISSN 0045-205X

Siehe auch

Parasiten des Menschen Kategorie:Parasit Kategorie:Protozoen und Algen

Wikipedia:Taxoboxen

ACHTUNG: Die Taxobox-Vorlage hat sich geändert! Bitte hilf mit, alte Taxoboxen durch diese neue zu ersetzen. Bitte keine Taxoboxen nach der alten Vorlage mehr anlegen! ---- Eine Taxobox ist in einem Artikel über ein Taxon (= eine systematisch erfasste und benannte Tier- oder Pflanzengruppe bzw. Tier- oder Pflanzenart) eine Tabelle mit Informationen zur systematischen Einordnung und Unterteilung. Taxoboxen sollten nur für rezente, nicht aber für ausgestorbene Arten angelegt werden. (Arten, die erst in historischer Zeit ausgestorben sind, bilden eine Ausnahme von dieser Regel). Wenn Du mehr über die Gestaltung eines Tier- oder Pflanzenartikels wissen möchtest, solltest Du auch Wikipedia:WikiProjekt Lebewesen und Wikipedia:Leitlinien Biologie lesen. Eine Möglichkeit, Taxoboxen zu erzeugen, ist der [http://vs.aka-online.de/taxoboxomat/ Taxoboxomat].

Übergeordnete Taxa

Es sollen stets die fünf übergeordneten Taxa genannt werden. Bei einer Art könnten dies also die Gattung, die Tribus, die Unterfamilie, die Familie und die Überfamilie sein. Wenn eines dieser Taxa fehlt, rückt statt dessen ein anderes nach. Wenn also zum Beispiel die Tribus fehlt, wird zusätzlich noch die Unterordnung genannt.

Untergeordnete Taxa

Untergeordnete Taxa können, müssen aber nicht in der Taxobox stehen. Wenn sie genannt werden, müssen alle untergeordneten Taxa erwähnt sein und nicht bloß eine Auswahl. Sind es mehr als zehn untergeordnete Taxa, werden sie nicht in der Taxobox, sondern nur im Fließtext genannt. Allgemein ersetzt die Aufführung in der Taxobox nicht die Erwähnung im Fließtext.

Schreibweise der Taxa

Wissenschaftliche Taxonnamen werden nur für Gattung und Art kursiv dargestellt. Der Name einer Gattung wird immer großgeschrieben, der Artname besteht immer aus zwei Bestandteilen: Dem Gattungsnamen, der auch durch (großgeschriebene) Initiale abgekürzt werden kann und dem Artepithet, das immer kleingeschrieben wird.

Wissenschaftlicher Name

Jede Taxobox hat einen Abschnitt "Wissenschaftlicher Name". Hier wird neben dem gültigen Namen der Autor (Erstbeschreiber) und das Jahr der Erstbeschreibung angegeben. Bei Pflanzen, Pilzen und Algen entfällt das Jahr der Erstbeschreibung. Nähere Informationen hierzu findet man in den Leitlinien Biologie.

Keine Kommentare in der Taxobox

Alle Unklarheiten die Einordnung und Unterteilung betreffend sollen im Text stehen. Die Taxobox soll von Kommentaren freibleiben. Sie soll auch keine Synonyme, Basionyme und andere alternative Schreibweisen des wissenschaftlichen Namens enthalten.

Bild

Steht ein Bild zur Verfügung, wird es in die Taxobox integriert. In einer Taxobox steht nur ein Bild. Weitere Bilder können außerhalb der Taxobox in den Artikel eingebracht werden. Unter dem Bild wird die Art mit eventuellen Besonderheiten (Weibchen, Winterfell, weiße Morphe etc.) genannt.

Weitere Informationen in der Taxobox

In der Taxobox unterbleiben alle Angaben, die nicht die Systematik betreffen. Angaben zu Größe, Gewicht, Verbreitung, Lebensweise, Bedrohungs- und Schutzstatus, Blütezeit etc. gehören in den Text und nicht in die Taxobox.

Schablone für Copy and Paste

Bitte ersetze alle in Großbuchstaben geschriebenen Wörter durch die Entsprechungen. Noch einfacher ist es, wenn Du die Tabelle aus einem Artikel rauskopierst, in der sie bereits halbwegs ähnlich vorhanden ist.



Taxon-Kategorien im MediaWiki-Namensraum

Dies ist eine Auflistung aller im MediaWiki-Namensraum angelegten Elemente zu den Taxoboxen sowie ihrer Entsprechungen. Diese Kürzel sollen in den Taxoboxen statt des Platzhalters "EINHEIT" eingesetzt werden. Für die Kategorien „Klassifikation“, „Domäne“ sowie „Stammgruppe“ gibt es noch kein besonderes Element, hierfür wird bisher einfach Klassifikation, Domäne bzw. Stammgruppe in die Taxobox eingesetzt.

Beispielhaftes Aussehen einer Taxobox

Beispiel für eine Pflanzenart


Beispiel für eine Tierfamilie


Beispiel für einen Speisepilz


Siehe auch: Portal:Lebewesen/Artikel ohne Taxobox, Portal:Lebewesen/Artikel mit alter Taxobox Taxoboxen Taxoboxen Kategorie:WikiProjekt Lebewesen

Protozoen

Protozoen (Einzahl: Protozoon, [alt]griechisch πρωτόζωο[ν], protósoo[n], „das erste Tier“, von πρώτο, próto, „das erste“ und ζώο[ν], zóo[n], „das Tier, das Lebende“) oder Urtiere ist eine veraltete Bezeichnung für aufgrund ihrer heterotrophen Lebensweise und ihrer Mobilität als tierisch angesehene Einzeller, die keine Zellwand, aber im Gegensatz zu Bakterien einen Zellkern besitzen. Die Bezeichnung wurde von dem Deutschen Georg August Goldfuß 1818 in die Wissenschaft eingeführt. Die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erforschung der Protozoen beschäftigt, wird als Protozoologie bezeichnet. Nach neuerer Auffassung stellt man die Protozoen zusammen mit anderen kernhaltigen Einzellern in ein eigenes Reich der Lebewesen, nämlich ins Reich der Protista. Denn man weiß heute, dass der Begriff „Protozoen“ ebenso wenig ein systematisches Taxon ist wie die Begriffe „Amöben“ oder „Flagellaten“, da die Einteilung hauptsächlich aufgrund von ins Auge springenden Merkmalen, dem so genannten Habitus getroffen wurde, nicht aber aufgrund natürlicher Verwandtschaft. Von den etwa 40.000 beschriebenen „Protozoen-Arten“ sind etwa 8.000 Parasiten, von denen wiederum etwa 70 beim Menschen parasitieren. Nur etwa 40 Infektionen durch Protozoen können auch eine Krankheit hervorrufen.

Systematik

Die (heute veraltete) Systematik der Urtiere sah etwa wie folgt aus (Version von 1980): Unterreich Urtiere (Protozoa)
- Stamm Sporentierchen (Sporozoa) (mit unveränderlicher Gestalt)
  - Gregarinida
  - Coccida
  - Piroplasminda
  - Babesia
- Stamm Wimpertierchen (Ciliata, Infusoria, Ciliophora) (mit Wimpern bedeckte Oberfläche)
  - Holotricha
  - Peritricha
  - Spirotricha
  - Chonotricha
  - Suctoria
- Stamm Geißeltierchen (Flagellata, Zooflagellata) (Fortbewegung mittels Geißeln)
  - Trichomonadida
  - Diplomonadida
  - Hypermastigida
  - Trypanosomen (Trypanosoma)
- Stamm Wurzelfüßer (Rhizopoda) (Fortbewegung durch Pseudopodien)
  - Amöben (Amoebina)
  - Thecamoeben (Testacea)
  - Kammerlinge (Foraminifera)
  - Strahlentierchen (Radiolaria)
  - Sonnentierchen (Heliozoa) Siehe auch: Parasiten des Menschen

Weblinks


- [http://www.vobs.at/bio/cyt/c-protozoa1.htm Einzeller - Eine Auswahl tierischer und (partiell) pflanzlicher Einzeller]
- [http://www.rz.uni-frankfurt.de/~hdiegel/protozoa.htm Protozoa]
- [http://www.m-ww.de/krankheiten/erreger/parasiten_protozoen/protozoen.html Krankheitserreger unter den Protozoen] Kategorie:Mikrobiologie ja:原生動物 ms:Protis

Schlafkrankheit

Unter dem Begriff Schlafkrankheit versteht man
- die Afrikanische Trypanosomiasis, eine durch Trypanosomen ausgelöste Tropenerkrankung
- Enzephalitis Lethargica, eine vermutlich durch Viren ausgelöste Hirnentzündung mit z.T. jahrzehntelang sedierenden Effekten
- Narkolepsie, eine neurologische Erkrankung Alle führen zu plötzlichen, anfallsweisen oder lang anhaltenden unkontrollierbaren Schlafanfällen.

Tropen

---- Die Tropen (v. gr.: tropai heliou Sonnenwendegebiete) sind a) strahlungsklimatisch betrachtet die Gebiete, die durch die beiden Wendekreise (23,5° nördliche und südliche Breite) begrenzt werden und in denen die Sonne mindestens einmal im Jahr im Zenit steht, b) im System der Atmosphärischen Zirkulation der Bereich zwischen den beiden subtropisch-randtropischen Hochdruckgürteln der Nord- und Südhalbkugel der Erde. c) der Bereich beiderseits des Äquators, der durch höhere tageszeitliche und geringere jahreszeitliche Temperaturschwankungen (25°C Jahresmittel) geprägt ist, da sich durch die ganzjährig hohe Einstrahlung keine thermischen Jahreszeiten bilden können, d) der Bereich bei dem die jährlichen Tageslängen nur sehr gering zwischen 10,5 und 13,5 Stunden schwanken. Als polwärtige Grenze der Tropen zu den Subtropen verwendete Köppen die 18°-Isotherme, Supan und Philippson die 20°-Isotherme des kältesten Monats. Diese Abgrenzungen beziehen sich aber nur auf die in geringer Höhe über dem Meeresspiegel gelegenen Warmtropen, die typischen Klimaeigenschaften der Tropen gelten aber auch für die höher gelegenen Gebiete. Wegen der Temperaturabnahme mit der Höhe spricht man dann, wenn die 18°- oder 20°-Isotherme unterschritten werden, aber rechnerisch sich ein höherer Wert ergäbe, von Kalttropen. Innerhalb der Tropen werden die äquatornahen immerfeuchten von den zu den Wendekreisen hin wechselfeuchten bzw. trockenen Tropen unterschieden, die sich in unterschiedlichen Vegetationszonen von den Tropischen Regenwäldern über die verschiedenen Savannentypen bis zu den Tropischen Halbwüsten und Wüsten zeigen. Als Ektropen werden diejenigen Gebiete bezeichnet, welche nicht in den Tropen liegen.

Siehe auch


- Tropischer Regenwald
- innertropische Konvergenzzone (ITC)
- Tropischer Wirbelsturm Kategorie:Tropen Kategorie:Meteorologie Kategorie:Ökosystem ja:熱帯 ko:열대

Zwischenwirte

Wirt_(Biologie)#Zwischenwirt

Flagellaten

Flagellaten (lat. flagellum = Peitsche, Geißel) sind einzellige, eukaryotische Lebewesen, die sich mit peitschenartigen Zellfortsätzen, Geißeln, fortbewegen. Flagellaten sind teils heterotroph, das heißt ernähren sich von organischen Stoffen, teils sind sie autotroph durch Photosynthese. Einige können auch zwischen phototropher und heterotropher Ernährungsweise wechseln. Wegen ihrer aktiven Fortbewegung wurden heterotrophe Flagellaten früher auch den Tieren zugerechnet („Geißeltierchen“). Phototrophe Flagellaten, wie zum Beispiel Euglena gracilis, auch Augentierchen genannt, wurden entsprechend als Zwischenformen zwischen Tier und Pflanze angesehen („Geißelalgen“). Heute ordnet man Flagellaten weder den Tieren noch den Pflanzen zu. In Gewässern treten bei unterschiedlichen Verschmutzungsgraden charakteristische Arten von Flagellaten auf. Durch Nachweis dieser und spezifischer Arten anderer Organismengruppen (u.a. Bakterien, Algen, Ciliaten, Rädertiere, Würmer, Larven) in einer Wasserprobe kann die Wassergüte (Saprobie) bestimmt werden. Es gibt auch einige krankheitserregende Flagellaten. Zum Beispiel ist Trichomonas vaginalis Auslöser der Geschlechtskrankheit Trichomoniasis bei Männern und Frauen. Dabei kommt es in erster Linie zu Entzündungen der Scheide und der männlichen Harnröhre. Meist wird die Krankheit durch Geschlechtsverkehr übertragen. Sie kann durch mikroskopische Untersuchung eines Vaginalabstrichs oder Urethralabstrichs festgestellt werden und wird meist medikamentös mit dem Wirkstoff Metronidazol (Markenname: Arilin) innerhalb von 5-6 Tagen erfolgreich behandelt. Außerhalb eines Wirts stirbt der Erreger sehr schnell ab.

Siehe auch


- Trichomonaden, Parasiten des Menschen Kategorie:Protozoen und Algen

Insekten

Die Insekten (Insecta), auch Kerbtiere oder Kerfe genannt, sind die artenreichste Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda) und mit weit über einer Million bekannter Arten zugleich die artenreichste Gruppe der Tiere überhaupt. Nach verschiedenen Hochrechnungen rechnet man allerdings mit einem Vielfachen tatsächlich existierender Arten, wobei vor allem in den tropischen Regenwäldern noch Millionen unentdeckter Arten vermutet werden. Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich vom Lateinischen insectare, „einschneiden“, ab, was sich auf die stark voneinander abgesetzten Körperteile bezieht, der deutsche Begriff Kerbtiere geht auf den deutschen Schriftsteller Philipp von Zesen zurück. Früher wurde auch der wissenschaftliche Name Hexapoda (griechisch Sechsfüßer) verwendet, der heute für eine übergeordnete Gruppe reserviert ist (siehe dazu die Anmerkung im Systematik-Abschnitt weiter unten). Die Wissenschaft von den Insekten ist die Entomologie.

Merkmale

Entomologie (vorne)
3. Ocellus (oben)
4. Komplexauge (Facettenauge)
5. Gehirn
6. Prothorax
7. rückseitige (dorsale) Arterie
8. Tracheen
9. Mesothorax
10. Metathorax
11. Erstes Flügelpaar
12. Zweites Flügelpaar
13. Mitteldarm
14. Herz
15. Eierstock
16. Hinterdarm (Rektum)
17. Anus
18. Vagina
19. bauchseitiges Nervensystem mit Ganglien
20. Malpighische Drüse
21. Tarsomer
22. Prätarsus
23. Tarsus
24. Tibia
25. Femur
26. Trochanter
27. Vorderdarm
28. Thoraxganglion
29. Coxa
30. Speicheldrüse
31. Unterschlundganglion
32. Mundwerkzeuge
]] Die Größe der Insekten variiert sehr stark und liegt bei den meisten Arten zwischen einem und 20 Millimeter. Die kleinsten bekannten Arten sind dabei Vertreter der zu den Käfern gehörenden Federflügler sowie Erzwespen mit Körperlängen um 0,2 Millimeter. Die größten bekannten Insekten sind Stabheuschrecken mit etwa 33 Zentimetern Körperlänge sowie der Bockkäfer Titanus giganteus mit einer Körperlänge von 16 Zentimeter und dabei einer Breite von etwa 6 Zentimetern.

Äußere Anatomie

Allen Insekten gemeinsam ist die meist deutlich sichtbare Gliederung des Leibes in Kopf (Caput), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen), der feste Chitinpanzer, das Vorhandensein von drei Beinpaaren (die auch zu „Flossen“ oder „Armen“ umgebildet sein können), ein komplizierter Apparat von Mundwerkzeugen (Mandibeln) und Atemtracheen.

Lebensräume

Insekten sind mit Ausnahme der Ozeane in fast allen Lebensräumen und Gebieten der Erde zu finden. Dabei existiert die größte Artenvielfalt in den tropischen Gebieten während in Extremlebensräumen wie den Polargebieten, den Hochgebirgen und den küstennahen Meeresgebieten nur sehr wenige hochangepasste Insektenarten leben. So findet man etwa in der Antarktis die Zuckmückenart Belgica antarctica oder einzelne zu den den Wasserläufern gehörende Wanzen sowie die Zuckmücken der Gattung Clunio auf der Meeresoberfläche. Einige Arten sind sehr stark spezialisiert und kommen entsprechend nur in besonders geeigneten Lebensräumen vor (stenöke Arten), andere dagegen können in fast allen Lebensräumen mit Ausnahme der Extremlebensräume leben (euryöke Arten) und wurden teilweise durch den Menschen weltweit verbreitet, so dass sie heute Kosmopoliten darstellen.

Ontogenese

Anhand ihrer Ontogenese (Entwicklung) werden sie in holometabole und hemimetabole Insekten unterteilt. Holometabole Insekten durchlaufen eine Metamorphose, ausgehend vom Ei über die Larve zur Puppe und dann zum erwachsenen Tier (Imago). Die Larve hat oft nicht die geringste physische Ähnlichkeit mit der Imago. Beispiele sind Ameisen, Schmetterlinge, Käfer, Fliegen und andere. Hemimetabole Insekten haben kein Puppenstadium, die Larve ähnelt in Grundzügen dem erwachsenen Tier. Beispiele hierfür sind Silberfischchen, Heuschrecken, Libellen, Eintagsfliegen und andere. Es gibt Insekten in allen Lebensräumen der Erde mit Ausnahme der Arktis, der Antarktis und des offenen Meeres. Die artenreichste Untergruppe der Insekten sind die Käfer.

Systematik

Drei Gruppen, die traditionell zu den Insekten gezählt wurden, die Springschwänze (Collembola), Doppelschwänze (Diplura) und Beintastler (Protura) gelten heute nicht mehr als eigentliche Insekten. Sie werden zusammen mit diesen hier innerhalb der übergeordneten Gruppe der Sechsfüßer (Hexapoda) geführt.
- Unterklasse Felsenspringer (Archaeognatha)
- Unterklasse Fischchen (Zygentoma)
- Unterklasse Fluginsekten (Pterygota)
  - Überordnung Eintagsfliegen (Ephemeroptera)
  - Überordnung Libellen (Odonata)
  - Überordnung Neuflügler (Neoptera)
      - Ordnung Steinfliegen (Plecoptera)
      - Ordnung Tarsenspinner (Embioptera)
      - Ordnung Grillenschaben (Notoptera)
      - Ordnung Ohrwürmer (Dermaptera)
      - Ordnung Fangschrecken (Mantodae)
      - Ordnung Schaben (Blattodea)
      - Ordnung Termiten (Isoptera)
    - Orthopteroidea
      - Ordnung Gespenstschrecken (Phasmatodea)
      - Ordnung Gladiatoren (Mantophasmatodea)
      - Ordnung Langfühlerschrecken (Ensifera)
      - Ordnung Kurzfühlerschrecken (Caelifera)
      - Ordnung Bodenläuse (Zoraptera)
      - Ordnung Staubläuse (Psocoptera)
      - Ordnung Tierläuse (Phthiraptera)
      - Ordnung Fransenflügler (Thysanoptera)
      - Ordnung Schnabelkerfe (Hemiptera)
      -
- Unterordnung Gleichflügler (Homoptera)
      -
- Unterordnung Wanzen (Heteroptera)
      -
- Unterordnung Scheidenschnäbler (Coleorrhyncha)
    - Holometabola
      - Ordnung Schlammfliegen (Megaloptera)
      - Ordnung Kamelhalsfliegen (Raphidioptera)
      - Ordnung Hafte, Netzflügler (Planipennia)
      - Ordnung Käfer (Coleoptera)
      - Ordnung Fächerflügler (Strepsiptera)
      - Ordnung Hautflügler (Hymenoptera)
      - Ordnung Köcherfliegen (Trichoptera)
      - Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera)
      - Ordnung Schnabelfliegen (Mecoptera)
      - Ordnung Flöhe (Siphonaptera)
      - Ordnung Zweiflügler (Diptera) Siehe auch: Systematik der Insekten

Insekten und Menschen

Eine Reihe von Insekten ist als Schädling (Ungeziefer) an Nutz- und Zierpflanzen, Holzkonstruktionen und -produkten (Holzschutz) und Nahrungsvorräten bekannt, andere leben als Parasiten am Menschen und seinen Haustieren. Ferner sind einige Insekten Überträger von Krankheiten wie der Rattenfloh für die Pest oder Mücken der Gattung Anopheles für die Malaria. Als Nutztiere hält der Mensch vor allem die Honigbiene, die Raupe des Seidenspinners sowie in vielen Ländern Heuschrecken und Grillen als Nahrungsmittel. Der Verzehr von Insekten ist über große Teile Südostasiens und Mittel- bzw. Südamerikas verbreitet und wird als Entomophagie bezeichnet. Einige Insekten werden auch als Haustiere in Terrarien gehalten. Besonders zu nennen sind dabei die Ameisen, die in Formicarien gehalten werden. Sie gehören zu den Hautflüglern und sind somit enge Verwandte der Bienen, Wespen und Hornissen.

Materialien zu Insekten

Hornisse Sich reinigende Fleischfliege (4:05 Minuten Film) – 8 MB XviD in ogg-Container
Der Film zeigt eine Fleischfliege in Portugal, die mit Hilfe ihrer Vorder- und Hinterbeine ihre Flügel und ihren Kopf reinigt. Um die sehr schnellen Bewegungen der Fliege besser sehen zu können wird der Film mit halber Geschwindigkeit wiedergegeben.

Museen/Sammlungen

ogg Stift Admont (Stmk., Österreich): Die wissenschaftliche Insektensammlung im Naturhistorischen Museum von Pater Gabriel Strobl (1846-1925) beinhaltet 252.000 Exemplare aus 57.000 verschiedenen Arten. Die Dipteren-Sammlung zählt mit ihren etwa 80.000 aufbewahrten Exemplaren und ca. 7.500 verschiedenen Artnamen zu den drei bedeutendsten Fliegen-Kollektionen in Europa.

Literatur


- Michael Chinery: Field Guide to Insects of Britain and Northern Europe. 3. Auflage. Harper Collins, 1993, S. 448, ISBN 0-00219-918-1
- Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten. Franckh-Kosmos, o. O. 2004, S. 328, ISBN 3440099695
- Christopher O’Toole: Faszinierende Insekten. Bechtermünz Verlag, S. 223, ISBN 3-8289-1584-1
- E. Stresemann (Begr.), H.-J. Hannemann, B. Klausnitzer, K. Senglaub: Exkursionsfauna von Deutschland, Wirbellose: Insekten. 9. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin 2000, S. 959, ISBN 3-8274-0922-5

Weblinks


- [http://www.arthropods.de/ ausführliche Insektenseite]
- [http://www.insektenbox.de Systematik, Körperbau, Fotos und Angaben zur Lebensweise von über 500 Insektenarten in Mitteleuropa]
- [http://www.ent.iastate.edu/list/ Iowa State Entomology Index of Internet Resources] (engl. Seite: The directory and search engine of insect-related resources on the Internet)
- [http://bugbios.com/ Bugbios – Insects on the Web] (engl. Seite)
- [http://www.faunistik.net/DETINVERT/_KEYS/ORDERS/order_001.html Insektenbestimmung]
- [http://www.phasmidenwelt.de/html/visualisierte_anatomie.html Anatomie eines Insekts] (Flash-Datei)
- [http://www.stiftadmont.at] Insektensammlung im Stift Admont ! ja:昆虫類 ko:곤충 ms:Serangga simple:Insect th:แมลง

Wirbeltier

Die Wirbeltiere (Vertebrata), oft auch Schädeltiere (Craniota oder Craniata) genannt, bilden einen Unterstamm der Chordatiere (Chordata) und umfassen etwa 54.000 Arten. Der Name Vertebrata wird mitunter auch für Schädellose + Kieferlose + Kiefermäuler oder für Kieferlose + Kiefermäuler jedoch unter Herauslassung der Schleimaale verwendet. Aufgrund der hohen Verbreitung und des Bekanntheitsgrades wird hier für das Taxon Kieferlose + Kiefermäuler der Name „Wirbeltiere“ (Vertebrata) verwendet. Der Name „Schädeltiere“ ist jedoch für zukünftiges Arbeiten wegen seiner Eindeutigkeit vorzuziehen.

Grundplan

Die Monophylie der Wirbeltiere wird durch eine Reihe gemeinsamer abgeleiteter (neuer) Grundplanmerkmale (Synapomorphien) unterstützt:
- mehrschichtige Epidermis: Die Epidermis differenziert sich in mehrere übereinanderliegende Zellschichten. Innerhalb der Wirbeltiere kommt es zur Ausbildung der „Haut“ mit mehreren Schichten und zugehörigen Strukturen wie Schuppen, Federn etc.
- Neurocranium: Das Gehirn und die großen Sinnesorgane werden von einer Kapsel geschützt.
- Neuralleiste: Eine embryonale Struktur aus pluripotenten Zellen, welche aus dem Ektoderm an der Grenze zwischen epidermalem Ektoderm und neuralem Ektoderm hervorgehen. Sie bilden unter anderem Skelettstrukturen des Kopfes, Pigmentzellen, Kapillarbildner, neurale Zellen wie Rohon-Beard-Zellen, Ganglien und Odontoblasten.
- Placoden: Verdickungen der embryonalen Epidermis. Zellen der Placoden sind an der Ausbildung neuraler Organe beteiligt
- Labyrinthorgan: Das Gleichgewichtsorgan
- Gehirn: Der vordere Teil des Neuralrohres ist zu einem (mehrteiligen) Gehirn ausdifferenziert.
- Gehirnnerven: Im Grundplan zehn Nerven völlig unterschiedlicher Natur, welche das Gehirn mit der Peripherie verbinden. Sie sind innerhalb der gesamten Wirbeltiere ziemlich konstant vorhanden.
- Spinalganglien: Den Spinalnerven können Ganglien zugeordnet werden

Einordnung ins System

Die Wirbeltiere gelten als Schwestergruppe der Schädellosen. Siehe Chordatiere.

Verwandtschaftsverhältnisse

Die Verwandschaftsverhältnisse der Wirbeltiere sind umstritten. Im Augenblick ist die wahrscheinlichste Hypothese ein Schwestergruppenverhältnis zwischen Neunaugen und Kiefertieren. Die Schleimaale wiederum sind nach dieser Systematik Schwestergruppe dieser beiden Gruppen. :Schleimaale + (Kiefertiere + Neunaugen) Dieses System widerspricht der alten „Agnathen“-Hypothese: Bei dieser wird ein Schwestergruppenverhältnis zwischen Neunaugen und Schleimaalen angenommen, welche als Taxon „Kieferlose“ den Kiefertieren gegenübergestellt werden. Begründet wird dies durch das Fehlen eines Kiefers. Dies ist jedoch ein ursprüngliches Merkmal, welches die beiden Gruppen mit allen Nicht-Kiefertieren teilen (eine Symplesiomorphie) und somit für die Verwandtschaftsanalyse unbedeutend. :(Schleimaale + Neunaugen) + Kiefertiere

Verwendetes System

Die Wirbeltiere untergliedern sich in die folgenden Überklassen:
- Wirbeltiere (Vertebrata) (54.000 Arten)
  - Kieferlose (Agnatha) (50 Arten)
    - Rundmäuler (Cyclostomata)
    - Kieferlose Panzerfische (Ostracodermi) †
  - Kiefermäuler (Gnathostomata) (53.950 Arten)
    - Fische (Pisces) (24.625 Arten)
      - Panzerfische (Placodermi) †
      - Stachelhaie (Acanthodii) †
      - Knorpelfische (Chondrichthyes) (625 Arten)
      - Knochenfische (Osteichthyes) (24.000 Arten)
      -
- Strahlenflosser (Actinopterygii)
      -
- Muskelflosser (Sarcopterygii)
    - Landwirbeltiere (Tetrapoda) (29.325 Arten)
      - Amphibien (Amphibia) (4.000 Arten)
      - Reptilien (Reptilia)
      - Säugetiere (Mammalia) (4.000 Arten)
      - Vögel (Aves) (9.000 Arten) Siehe auch: Systematik des Tierreiches

Literatur


- G. Mickoleit: Phylogenetische Systematik der Wirbeltiere. Verlag Dr. Friedrich Pfeil, 2004
- W. Westheide, R. Rieger: Spezielle Zoologie. Teil 2: Wirbel- oder Schädeltiere. Spektrum Akademischer Verlag, 2003, ISBN 3-8274-0900-4 Kategorie:Tiere ja:脊椎動物 ko:척추동물 ms:Vertebrata simple:Vertebrate th:สัตว์มีกระดูกสันหลัง

Nagana

Nagana ist eine in Afrika auftretende Tierseuche, die die Viehhaltung im afrikanischen Tsetsegürtel wesentlich einschränkt und durch Trypanosomen verursacht wird. Sie wird durch die Tsetsefliege übertragen. Trypanosoma brucei brucei: Rinder erkranken selten oder gar nicht, dagegen ist sie tödlich für Pferde, Esel, Hunde, Katzen und verschiedene Nagetiere. Trypanosoma vivax ist der Erreger der Nagana bei Rindern und Schafen (Souma). Trypanosoma congolese ist der virulenteste Erreger bei Wiederkäuern (Gambia-Fieber). Trypanosoma simiae ist besonders bei Schweinen fatal, wird manchmal auch als Nagana bezeichnet. Das ursprüngliche Parasitenreservoir besteht aus immunen oder latent infizierten Wildtieren Afrikas. Infektionen mit verschiedenen Trypanosomenarten sind häufig, auch mit den Erregern der humanpathogenen Afrikanischen Trypanosomiasis (Schlafkrankheit). Der Mensch erkrankt nicht an Nagana, dagegen an Afrikanischer und Ostafrikanischer Schlafkrankheit.

Siehe auch


- Trypanosoma evansi, Erreger der Surra bei Pferden und Kamelen [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=pubmed&dopt=Abstract&list_uids=15771199&query_hl=2]
- Trypanosoma equinum, Erreger der Kreuzlähme der Pferde
- Trypanosoma equiperdum, Erreger der Beschälseuche der Pferde
- Trypanosoma melophagium beim Schaf Kategorie:Viehwirtschaft Kategorie:Veterinärmedizin Kategorie:Afrika

Schlafkrankheit

Unter dem Begriff Schlafkrankheit versteht man
- die Afrikanische Trypanosomiasis, eine durch Trypanosomen ausgelöste Tropenerkrankung
- Enzephalitis Lethargica, eine vermutlich durch Viren ausgelöste Hirnentzündung mit z.T. jahrzehntelang sedierenden Effekten
- Narkolepsie, eine neurologische Erkrankung Alle führen zu plötzlichen, anfallsweisen oder lang anhaltenden unkontrollierbaren Schlafanfällen.

Blut

Das Blut (lat. sanguis) ist ein flüssiges Organ, das mit Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems die Funktionalität der restlichen Körpergewebe über vielfältige Transport- und Verknüpfungsfunktionen gewährleistet. Blut wird vornehmlich durch mechanische Tätigkeit des Herzmuskels in einem Kreislaufsystem durch die Blutgefäße des Körpers gepumpt. Das Gefäßsystem des menschlichen Körpers enthält ca. 5 - 6 Liter Blut. Es besteht aus speziellen Zellen und zwar den Erythrozyten (rote Blutzellen), Leukozyten (weiße Blutzellen), Thrombozyten (Blutplättchen) sowie dem Blutplasma, in dem die Zellen schwimmen. Beim Blut werden die zellulären Elemente (Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten) vom Blutplasma und seinen Bestandteilen unterschieden. Erythrozyten enthalten Hämoglobin. Dieses Protein ist für die Sauerstoffbindung und -transport im Blut verantwortlich. Es besteht aus dem eigentlichen Eiweiß Globin und der Häm-Gruppe, die mit Eisen einen Komplex bildet. Dieses Eisen verleiht dem Blut von Säugetieren seine rote Farbe (siehe auch: Blutfarbstoff) bei anderen Tieren (Spinnen, Oktopus) erfüllt eine Kupferverbindung diese Funktion. Da bei den Gliederfüßern und Würmern Blut- und Lymphsystem nicht voneinander getrennt sind, wird eine Flüssigkeit mit ähnlichen Funktionen dort als Hämolymphe bezeichnet.

Funktion

Das Blut mit seinen einzelnen Bestandteilen erfüllt viele wesentliche Aufgaben, um die Lebensvorgänge aufrecht zu erhalten: #Transport (Sauerstoff, Edukte und Produkte des Stoffwechsels, Hormone und andere Agentien) # Regulation (Wasserhaushalt, Elektrolythaushalt, Thermoregulation, pH-Wert) # Schutz (Abwehrfunktion durch Phagozyten und Antikörper, Blutgerinnung und Fibrinolyse) #Stützwirkung (Flüssigkeitsdruck)

Eigenschaften


- Die Temperatur beträgt 37 °C (beim Menschen)
- Der pH-Wert ist 7,4 und wird durch den Blutpuffer konstant gehalten
- Blut ist eine Suspension Viele Krankheiten lassen sich aus bestimmten Veränderungen der Blutbestandteile im Blutbild erkennen und in ihrem Schweregrad einordnen, weshalb das Blut die am häufigsten untersuchte Körperflüssigkeit in der Labormedizin ist. Bei großen Blutverlusten, verschiedenen Krankheiten wie dem myelodysplastischen Syndrom und als unerwünschtes Resultat bei allen Chemotherapien werden meist Bluttransfusionen durchgeführt, um das Blutvolumen aufzufüllen oder bestimmte Blutbestandteile, an denen ein Mangel vorliegt, gezielt zu ergänzen. Hierbei ist zu beachten, dass das Blut von Spender und Empfänger hinsichtlich der Blutgruppen und des Rhesusfaktors übereinstimmen muss, da es sonst zu schweren Transfusionszwischenfällen kommen kann. Um Transfusionen zu ermöglichen, sind jedoch Blutspenden nötig.

Zusammensetzung


- Wasser (ca. 50 %)
- Salze: Natrium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Phosphat, Calcium
- Proteine (Eiweiß): Albumin, Immunglobuline, Gerinnungsfaktoren
- Zelluläre Bestandteile: Erythrozyten 5 Mio/μl (rote Blutkörperchen), Leukozyten 5.000/μl (weiße Blutkörperchen) (wozu Neutrophile Granulozyten, Eosinophile Granulozyten, Basophile Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten zu rechnen sind), Thrombozyten 200.000/μl (Blutplättchen)
- Regulatorsubstanzen: Hormone
- Gase

Siehe auch


- ArterieBlutaustauschtransfusionBlutgiftBlutdruckBlutkonserveBlutkreislaufBlutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) — EigenbluttransfusionFACSHämatologieHämatokritBlutbankBlutspendeBluttransfusionBlutderivatFrischblutHomoiothermiekünstliches BlutBlutbildDifferentialblutbildBlut brechenBlutegelBlutandrangBlutadernBlutarmutBlutgruppeBlutergußBluterkrankheitHämophilieBlutersatzBlutfleckenkrankheitLuminolMonovetteVene
- Kulturgeschichte des Blutes

Weblinks


- [http://www.eduvinet.de/mallig/bio/Repetito/Blut.html Bio-Repetitorium: Blut - mit Fragen und Antworten]
- http://www.medizinfo.de/wundmanagement/blut.htm
- http://www.vobs.at/bio/a-phys/a-blut.htm
- [http://www.pbs.org/wnet/redgold/ Red Gold - The epic story of blood] - exzellente Seite rund ums Blut (engl.)
- [http://www.oyston.com/anaes/mabl.html Maximum Allowable Blood Loss Calculator] - berechnet die maximale Menge an Blut, die ein Patient verlieren darf (engl.) Blut ja:血液 ko:혈액 ms:Darah simple:Blood

Lymphe

Als Lymphe wird die in den Lymphgefäßen enthaltene Flüssigkeit bezeichnet. Sie ist eine wässrige, hellgelbe Flüssigkeit, die aus der Gewebsflüssigkeit entsteht und Bestandteil des Blutplasmas ist. Das Lymphsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im menschlichen Körper. Es ist auf den Abtransport von Abfallstoffen spezialisiert und entsorgt zum Beispiel Krankheitserreger wie Bakterien, Fremdkörper wie Staub, Eiweiße und auch bis zu zwei Liter Wasser pro Tag. Der Inhalt der Lymphgefäße wird Lymphe genannt. In den sog. Lymphknoten wird die Lymphe auf für den Körper schädliche Stoffe hin untersucht und gefiltert. Außerdem werden in den Lymphknoten die Lymphocyten (weißen Blutkörperchen) erzeugt, die die Lymphe von Bakterien, Körperabfallbestandteilen u.a. Organismen säubern. Dies ist der Grund, warum bei manchen Infektionskrankheiten die Lymphknoten anschwellen. Kategorie:Lymphsystem Kategorie:Körperflüssigkeit

Liquor

Mit dem Begriff Liquor (männlich, lateinisch Flüssigkeit) werden in der Medizin verschiedene klare Flüssigkeiten des Körpers bezeichnet:
- die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, siehe Liquor cerebrospinalis
- die Flüssigkeit im Herzbeutel, Liquor pericardii, siehe Herzbeutel
- die Flüssigkeit im Tertiärfollikel, Liquor follicularis, siehe Ovarialfollikel In der Pharmazie werden bestimmte Zubereitungen als Liquor bezeichnet:
- Liquor Alumnii aceteci: "essigsaure Tonerde", ein Antiseptikum
- Liquor Kalii arsenicosi: Fowlersche Lösung, Kaliumarsenit

Proteoglycan

Proteoglykane sind eine Klasse von Glykoproteinen, die ein wichtiger Bestandteil der Extrazellulären Matrix sind. Sie sind besonders stark glykosyliert. Sie bestehen aus einem Kernprotein, das an Serinresten eine bis über hundert Glykosaminoglykanketten (Kohlenhydratketten) kovalent gebunden hat. Proteoglykane werden nach ihren Glykosaminoglykanketten in verschiedene Gruppen eingeteilt:
- Heparansulfat-Proteoglykane
- Ketaransulfat-Proteoglykane
- Chondroitinsulfat-Proteoglykane
- Dermatansulfat-Proteoglykane Sie sind negativ geladen und stark hydratisiert. Neben ihrem Vorkommen in der extrazellulären Matrix (EZM) sind Proteoglykane auch an der Zelloberfläche und in intrazellulären sekretorischen Granula lokalisiert. Charakteristisch für die sehr heterogene Familie der Proteoglykane sind die am Proteinzentrafilament kovalent gebundenen polyanionischen Glykosaminoglykanketten (GAG-Ketten). Diese setzen sich aus repetitiven Disaccharideinheiten zusammen, die über eine charakteristische Kohlenhydratbindungssequenz an das Zentralfilament kovalent gebunden sind. Die Bindungsregion besteht aus der Tetrasaccharidsequenz: Glukuronyl-β-(1->3)-Galaktosyl-β-(1->3)-Galaktosyl-β-(1->4)-Xylosyl-β-1-O-(Serin). Die Disaccharideinheiten setzen sich aus einem N-Acetylhexosamin (N-Acetyl-glukosamin oder N-Acetylgalaktosamin) und einer Uronsäure (D-Glukuronsäure oder ihr C5-Epimer, die L-Iduronsäure) bzw. Galaktose zusammen. Diese Einheiten können mit Sulfamat- und Sulfatester-Gruppen modifiziert sein. Zu einer ausgeprägten Heterogenität bei den Glykosaminoglykanen führt sowohl die Variabilität im Ausmaß der Sulfatierung als auch der Grad der Epimerisierung. Nach der Zusammensetzung der Disaccharideinheiten unterscheidet man folgende Glykosaminoglykane (GAGs): • Hyaluronsäure (HA) • Heparin oder Heparansulfat (HS) • Chondroitin (CS)- oder Dermatansulfat (DS) • Keratansulfat (KS)

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure besteht aus β-(1->4)-glykosidisch miteinander verknüpften Glukuronyl-β- (1->3) N-Acetylglukosamin-Disaccharideinheiten, wobei bis zu 100.000 aufeinander folgen können. Die Zuckereinheiten sind unsulfatiert. Hyaluronsäure liegt als amphipathische Helix vor und ist als einziges Glykosaminoglykan nicht an ein Proteinzentralfilament gebunden. Ein Hyaluronsäuremolekül kann durch Hydratisierung eine bis zu 10.000mal größere Raumbeanspruchung besitzen als das Volumen des Moleküls selbst, so dass sich schon bei niedrigen Konzentrationen ein viskoses Gel bildet.

Heparin/Heparansulfat

Heparin besteht aus D-Glukuronsäure, die β-(1->4) glykosidisch, bzw. L-Iduronsäure, die α- (1->4)-glykosidisch mit einem Glukosamin verknüpft ist. Die Bindung zwischen den verschiedenen Disacchariden ist α-(1->4)-glykosidisch. Die Aminogruppe des Glukosamins ist häufig mit einer Acetylgruppe oder einer Sulfatgruppe substituiert. Zusätzlich sind O-Sulfatgruppen vorhanden. Heparansulfat ist strukturell mit dem Heparin verwandt, nur besitzt es weniger N- und O-Sulfatreste und mehr N-Acetylgruppen.

Chondroitinsulfat/Dermatansulfat

Chondroitinsulfat besteht aus β-(1->4) glykosidisch verknüpften Glukuronyl-β-(1->3)-NAcetylgalaktosamin-Disacchariden, wobei D-Glukuronsäure z.T. in L-Iduronsäure umgewandelt wird. Wenn mehr als 10 % des Uronats als Iduronat vorliegen, spricht man von Dermatansulfat. Der Grad der Sulfatierung von Chondroitinsulfat und Dermatansulfat beträgt etwa 1 Sulfatrest pro Disaccharid. Das Molekulargewicht liegt zwischen 10 und 50 kDa.

Keratansulfat

Die Disaccharideinheiten von Keratansulfat sind β-(1->3) verknüpfte Galaktosyl-β-(1->4)-N-Acetylglukosaminreste.Beide Zucker können eine Sulfatierung am C6-Atom aufweisen. Pro Einheit treten 0,8-1,5 Sulfatgruppen auf. Ein Proteoglykan kann auch mehr als einen Typ von GAG-Ketten tragen; z.B. besitzt Aggrecan KS- und CS-Ketten. Außer den Glykosaminoglykan-Ketten tragen die Zentralfilamente zudem oft N- oder O-glykosidisch gebundene Oligosaccharide, wie sie auch in anderen Glykoproteinen vorkommen. Aufgrund der Größe des Proteinzentralfilaments werden die Proteoglykane der EZM in zwei Hauptgruppen, die großen und kleinen Proteoglykane, untergliedert. Wegen gemeinsamer struktureller Domänen werden die großen Proteoglykane unterteilt in Hyalektane (z.B. Aggrecan, Neurocan, Brevican, Versican,...), die einerseits Hyaluronsäure binden und andererseits das C-Typ-Lektin-Motiv enthalten, und in nicht hyaluronsäurebindende Proteoglykane (z.B. Perlecan, Agrin,...). Zu den kleinen Proteoglykanen der EZM zählen die leucinreichen Proteoglykane (z.B. Decorin, Biglycan, Fibromodulin, Lumican,...). Für Details der biologischen Funktion der Proteoglykane sei auf den Artikel zur extrazellulären Matrix (EZM) verwiesen. Kategorie:Protein ja:プロテオグリカン

David Bruce

Sir David Bruce (
- 29. Mai 1855 in Melbourne, † 20. November 1931 in London), war ein australisch-englischer Arzt und Parasitologe. Er studierte Medizin in Edinburgh und wurde als Militärarzt in die damals britsiche Besitzung Malta versetzt. Dort untersuchte er zusammen mit seiner Frau Elisabeth Mary Bruce das heute nach ihnen als Brucellose benannte Maltafieber. Sie entdeckten und beschrieben gemeinsam mit Themistocles Zammit 1887 den Erreger dieser Zoonose als die stäbchenförmigen Bakterien der Brucellen. Später gelang ihnen auch die Entdeckung des Erregers der Tierseuche Nagana, Tryposoma brucei brucei und sie betrieben auch die epidemiologische Forschung über die Schlafkrankheit in Afrika. Etwa 1894 gelang die erstmalige Entdeckung, daß ein Insekt pathologische Protozoen übertragt.

WEBLINKS

http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/871.html Biografie (engl.) Bruce, David Bruce, David Bruce, David Bruce, David Bruce, David

Hausrind

Als Hausrind oder schlicht Rind bezeichnet man das zunächst wegen seines Fleisches, später auch seiner Milch, seiner Zugleistung domestizierte Wildrind (Bos taurus). Die meisten heutigen Hausrinder (taurine oder echte Hausrinder), einschließlich des Zebu stammen vom Ur oder Auerochsen (Bos taurus primigenius) ab, der in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas lebte und seine größte Population im Alluvium hatte, danach gingen seine Bestände allmählich zurück. Am Ende waren vor allem die Jagd und menschliche Eingriffe in die Natur Gründe für die Ausrottung des Urs. Die letzten Urrinder Europas starben 1627 in Polen aus. Die Domestikation zum Hausrind erfolgte bereits im 9. Jahrtausend v. Chr. Als Beleg gilt, dass ab 8.300 v. Chr. Rinder zusammen mit Ackerbauern auf das bis dahin Rinderlose Zypern gelangten. Seitdem hat der Mensch eine große Zahl unterschiedlicher Rinderrassen gezüchtet, in die teilweise auch wilde Rinderarten (etwa der amerikanische Bison beim Beefalo) eingekreuzt wurden. Vor allem in Asien sind weitere Tiere domestiziert worden, die von anderen Arten herstammen, so das Balirind (Bos javanicus f. domestica) aus dem Banteng (Bos javanicus), das Gayal (Stirnrind) (Bos gaurus f. frontalis) aus dem Gaur (Bos gaurus), das Hausyak (Bos mutus f. grunniens) aus dem Wildyak (Bos mutus) und der im Gegensatz zu den eigentlichen Rindern der Gattung Bos zur Gattung Bubalus zählende Hausbüffel (Bubalus bubalis f. bubalis) aus dem Wasserbüffel (Bubalus bubalis f. arnee).

Bezeichnungen


- Jungtiere werden Kalb genannt.
- Das geschlechtsreife weibliche Hausrind heißt Kuh, dient es zur Milch- bzw. Fleischgewinnung wird es auch Milchkuh bzw. Mutterkuh genannt.
  - Ein geschlechtsreifes weibliches Rind vor dem ersten Kalben heißt Färse, Kalbin (Österreich, Süddeutschland), Queen, Queene oder Starke.
- Das geschlechtsreife männliche Hausrind heißt Bulle oder Stier, Fallen oder Fasel, in der Schweiz auch Muni.
  - Ein kastriertes männliches Rind heißt Ochse.

Nutzung

Ochse Ochse in Biberach/Riß]] Hausrinder sind in mehrerer Hinsicht nützlich, wobei einige Rassen im Hinblick auf eine oder mehrere bestimmte Nutzungsarten besonders gezüchtet wurden. Man unterscheidet dabei die Zweinutzungsrassen von den Milch- bzw. Fleischbetonten Rassen. Neben Milch, Fleisch und Leder liefern Rinder Gülle und Mist, die in der Landwirtschaft als natürliche Düngemittel eine wichtige Rolle spielen, außerdem erfüllen besonders Ochsen in vielen Teilen der Welt noch heute als Zugtiere für Karren oder zum Pflügen eine wichtige Funktion. Des Weiteren sind Tiere wie das Heckrind ein wichtiger Faktor in der Landschaftspflege und im Naturschutz (Almwirtschaft). Bei den Rindern selbst lassen sich die Nutzungsrichtungen Milchproduktion und Fleischproduktion unterscheiden. Es gibt Rassen, die überwiegend auf eine der beiden Nutzungsrichtungen hin gezüchtet wurden, aber auch solche, bei denen beide Nutzungsrichtungen züchterisch bearbeitet werden (=Doppelnutzung, DN). Die Unterschiede zwischen beiden Richtungen sind genetisch bedingt: Rassen mit hoher Milchleistung zeigen typischerweise hohe Spiegel endogen synthetisierter Wachstumshormone (Somatotropin, BST). Typische Milchvieh-Rassen sind beispielsweise Holstein-Friesian (= Rot- und Schwarzbunte, HF), Braunvieh (= Brown Swiss, BS) oder Fleckvieh (= Simmentaler, FV) als Doppelnutzungsrind. Fleischrinder haben eine günstigere Struktur des Fleisches (Faserigkeit, Marmorierung). Früher wurden männliche Tiere zur Verbesserung des Fleisches kastriert und somit zu Ochsen gemacht. Heutzutage ist dies in Deutschland nicht mehr üblich. Es werden sowohl männliche als auch weibliche Tiere geschlachtet. Verbreitete Fleischrassen sind beispielsweise Hereford, Charolais und Limousin, daneben andere, mehr regional verbreitete Rassen wie Angus und Galloway. Bei der Nutzungsrichtung Fleischproduktion wird zwischen Rassen unterschieden, die ein schnelles Wachtum aufweisen, aber nicht zwangsläufig großrahmig sind (zum Beispiel Limousin) und solchen Rassen, die auf ein hohes Endgewicht kommen (beispielsweise Charolais). Galloway Kühe sind wie Pferde auch Pflanzenfresser, nutzen aber als Wiederkäuer wie auch Schafe und Kamele die Nahrung weit besser aus. Die Nahrung durchläuft 4 Mägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen). Trotzdem hat auch Kuhkot, landläufig als Kuhfladen bezeichnet, noch einen nennenswerten Brennwert. Getrocknete Kuhfladen werden deshalb in der 3. Welt als Brennstoff benutzt.
Die Kuh produziert beim Wiederkauen 98 - 190 Liter Speichelflüssigkeit am Tag.

Rassen

Labmagen thumb thumb] thumb thumb]] thumb] Es gibt eine große Zahl von Rinderrassen, die für verschiedene Ansprüche gezüchtet werden. Allerdings gehen gerade in der heutigen Zeit der Massentierhaltung und Technisierung der Landwirtschaft viele Rassen veloren. Aus diesem Grund wird jedes Jahr ein Haustier des Jahres gewählt, um auf diese Situation aufmerksam zu machen. Zur Katalogisierung der Rinderrassen und Kennzeichnung im Rinderpass gibt es einen verbindlichen Rasseschlüssel.

Einige Rassen des Hausrindes


- Aberdeen Angus
- Angler Rind (Haustier des Jahres 2002)
- Aubrac
- Ayrshire
- Bazadaise
- Beefalo
- Belted Galloway
- Blaarkop
- Blonde d'Aquitaine
- Brahman
- Brangus
- Braunvieh
- Boskarin (seltene, autochtone Rasse aus Istrien)
- Charolais
- Chianina
- Deutsche Angus
- Deutsches Braunvieh alter Zuchtrichtung
- Deutsche Schwarzbunte alter Zuchtrichtung
- Deutsches Shorthorn
- Dexter
- Doppelnutzung Rotbunt
- Ennstaler Bergschecken
- Eringer
- Fjäll-Rind
- Fleckvieh
- Fleisch Fleckvieh
- Galloway
- Gelbvieh
- Germanischer Angus
- Glanrind
- Grauvieh
- Hangrind
- Heckrind (Rückzüchtungsversuch des Auerochsen)
- Hereford
- Hinterwälder (Haustier des Jahres 1992)
- Holstein-Rotbunte
- Holstein-Schwarzbunte
- Jochberger Hummeln (aus der Pinzgauer, vom Aussterben bedroht)
- Jersey
- Kobe-Rind (das teuerste Rindfleisch der Welt)
- Lakenfelder
- Limousin
- Limpurger
- Limpurger Fleischnutzung
- Lincoln Red
- Longhorn
- Luing
- Maine Anjou
- Marchigiana
- Maremmana
- Montbeliard
- Murnau-Werdenfelser (Haustier des Jahres 1986)
- Murnau-Werdenfelser Fleischnutzung
- Normanne
- Piemonteser
- Pinzgauer
- Pinzgauer Fleischnutzung
- Pustertaler Schecken
- Romagnola
- Rotvieh (Haustier des Jahres 1997)
- Rotvieh Zuchtrichtung Alter Angler
- Rotvieh Zuchtrichtung Höhenvieh
- Salers
- Sanga
- Sayaguesa
- Schottisches Hochlandrind
- Schwarzbunte (Holstein Friesian)
- Shorthorn
- South Devon
- Tiroler Grauvieh
- Telemark
- Tuxer
- Uckermärker
- Ungarisches Steppenrind
- Vogesen-Rind
- Vorderwälder
- Vorderwälder Fleischnutzung
- Watussirind
- Weißblaue Belgier
- Welsh-Black
- White Galloway
- White Park
- Witrug
- Zwerg-Zebus

Krankheiten und Parasiten


- BSE
- Ketose
- Maul- und Klauenseuche
- Milzbrand
- Milchfieber
- Neurobrucellose
- Rinderbandwurm
- Rinderpest
- Seuchenhaftes Verwerfen
- Tuberkulose
- Weidefieber Weidetetanie
- BHV1 (IBR/IPV)
- BVD-MD (Bovine Virusdiarrhöe-Mucosal Disease)
- Paratuberkulose

Siehe auch


- Nutztier, Rinder, Kuh

Weblinks


- [http://vieh-ev.de/Rassen/rinder.html] Informationen über Aussterbende Rinderrassen
- [http://www.ansi.okstate.edu/breeds/cattle/ Sehr umfangreiche Liste von Rinderrassen] - von der Oklahoma State University (englisch)
- [http://dad.fao.org/en/Home.htm Seite der FAQ aller bekannter Nutztiere] (englisch)
- [http://www.kuehe-online.de Kuehe-online.de] Kategorie:Haustier Kategorie:Rind als:Hausrind ja:ウシ

Carlos Chagas

Carlos Justiniano Ribeiro Chagas (
- 9. Juli 1879 in Oliveira, † 8. November 1934 in Rio de Janeiro) war ein brasilianischer Arzt. Er beschrieb 1909 erstmals die nach ihm benannte Chagas-Krankheit bei Gleisbauarbeitern, die vermeintlich an Malaria litten. Benannte den Erreger der Chagas-Krankheit nach seinem Mentor Oswaldo Cruz Trypanosoma cruzi. Chagas, Carlos Chagas, Carlos Chagas, Carlos

Chagas-Krankheit

Die Chagas-Krankheit (auch als Amerikanische oder Südamerikanische Trypanosomiasis bezeichnet), ist eine infektiöse Erkrankung und Parasitose, die durch den Einzeller Trypanosoma cruzi hervorgerufen wird.

Verbreitung

Sie ist nur in Mittel- und Südamerika verbreitet und wird durch (vorwiegend nachtaktive) Raubwanzen übertragen. Die Raubwanzen infizieren sich auch gegenseitig durch Koprophagie und "Kannibalismus". Ein Erregerreservoir (s. a. Zoonose) besteht u.a. bei Tieren der Wildnis (z.B. Gürteltier, Opossum), aber auch bei Hunden, Katzen und Ratten. Auch der infizierte Mensch ist ein wichtiges Parasitenreservoir. Insgesamt soll es mehr als 16 Millionen Infizierte geben, in Bolivien könnte etwa ein Viertel der Bevölkerung betroffen sein.

Erreger und Vektor

BolivienDer Erreger Trypanosoma cruzi ist ein Einzeller, der durch ein Insekt, welches umgangssprachlich auch assassin bug, kissing bug, vinchuca, barbeiro oder chipo heißt, übertragen wird. Der Überträger (Vektor) ist eine bis ca. drei Zentimeter große Raubwanze (Reduviidae) besonders aus den Gattungen Triatoma, Rhodnius oder Panstrongylus der Unterfamilie Triatominae.

Infektionwege

Die Raubwanze überfällt den Schlafenden, sticht ihn und saugt meist unbemerkt Blut mit Vorliebe in den dünneren Regionen der Haut z. B. der Lippen oder des Auges. Währenddessen defäkiert das Insekt. Die Infektion des Menschen erfolgt nicht durch den Stich an sich, sondern durch Einreiben des erregerhaltigen Kotes einer infizierten Raubwanze in die frische Stichwunde durch den irritierten, aufwachenden Menschen selbst, oder vermutlich auch durch Eindringen des Erregers in unverletzte Schleimhaut (bes. des Auges). Der Kot kann vermutlich jahrelang infektiös bleiben. Die diaplazentare Infektion des Fötus durch die Mutter ist möglich. Auch Muttermilch ist infektiös.

Verlauf

Fötus Die Chagas-Krankheit tritt beim Menschen in zwei Stadien auf:
- Das akute Stadium tritt kurz nach der Infektion auf. Es ist meistens gekennzeichnet durch leichtes Fieber und eine Schwellung um die Stichwunde des Insekts (sog. Chagom).
- Das chronische Stadium tritt bei circa 10-30 % der akut Erkrankten erst nach einigen Jahren auf. Von der chronischen Chagas-Krankheit werden vor allem das Nervensystem, das Herz und der Darm betroffen. Es können verschiedene neurologische Störungen, die bis zur Demenz gehen können, auftreten. Am Herzen kommt es zu einer Schädigung des Herzmuskels. Am Gastrointestinaltrakt kann es zu einer starken Dilatation ( Verbreiterung ) des Darmes und der Speiseröhre kommen. Unbehandelt kann die Chagaskrankheit in bis zu 10 % der Fälle tödlich enden. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder.

Diagnose

Der Erreger lässt sich besonders in der akuten Phase mikroskopisch im Blut nachweisen. In der chronischen Krankheitsphase wird der Erreger mit Antikörpertests nachgewiesen. In Südamerika gibt es den Trypanosomentest in Form der sog. Xenodiagnose. Dazu lässt man laborgezüchtete Raubwanzen, die erregerfrei sind, auf der Haut des Patienten eine Blutmahlzeit nehmen. Nach 2 bis 4 Wochen (nach unterschiedl. Quellen) werden die Raubwanzen auf einen neuen Erregerbefall untersucht. Im Gehirn lässt sich die Auswirkung der Erkrankung mittels CT oder NMR nachweisen. Im Herzen kann man dazu die Echokardiografie nutzen.

Vorbeugung

Es gibt bisher keine Impfung. Zur Vorbeugung der Krankheit werden die Raubwanzen bekämpft. Die Raubwanzen leben auch gerne nahe den Schlafplätzen der Haustiere, somit sind jene Orte abzusondern. Ausreichend geschlossene Wohnungen sowie zeltartige, auch bodenseitig durchgehend geschlossene Moskitonetze mit dichtschließendem Reißverschluss böten einen guten Schutz. Notfalls muss das herkömmliche Moskitonetz bis unter die Matratze gesteckt werden. Die gefährdetesten Schlafplätze liegen in offenen, einfachen Häusern z. B. mit Wänden und Dächern aus Stroh und ähnlichem Flechtwerk. Viele unspezifische Insektizide oder Repellents sind bei Raubwanzen meist unwirksam. Eine durchgehende Kontrolle von Blutspenden soll die Möglichkeit der Übertragung der Infektion bei Bluttransfusionen und Transplantationen verhindern.

Therapie

Medikamente wie Nifurtimox und Benznidazol wirken vor allem in der akuten Phase der Erkrankung und die medikamentöse Therapie ist schwierig. Durch bessere Kontrolle der Erkrankungen bei Kindern sollen die schwerer zu behandelnden chronischen Formen vermieden werden. Die Zahl der Neuinfektionen ist nach den Statistiken der WHO allerdings wegen der Bekämpfung des Insekts sehr zurückgegangen. Wegen unterschiedlichster Verbreitungskarten, die im Internet angeboten werden, sollte vorsichtshalber im gesamten Verbreitungsgebiet der Krankheitsüberträger eine angemessene Prophylaxe getroffen werden, dazu könnten auch noch Gebiete in den USA gehören.

Geschichte der Erkrankung

Die Krankheit wurde von dem brasilianischen Wissenschaftler Carlos Chagas 1909 entdeckt. Er arbeitete am Oswaldo-Cruz-Institut in Rio de Janeiro.

Siehe auch

Parasiten des Menschen, Tropenkrankheit

Weblinks


- [http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/chagas.htm Chagas - Patienteninfo von NetDoktor.at]
- [http://www.onmeda.de/krankheiten/chagas_krankheit.html Chagas - Onmeda]
- Abbildung einer Raubwanze, Trypanosomen im Blut, Verbreitungsgebiet: [http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/krankheiten/chagas.htm Chagas - Fit For Travel]
- [http://memorias.ioc.fiocruz.br/94sup1/ Geschichte der Chagaserkrankung mit sehr ausführlichen weiteren Informationen auf Englisch]

Aktuelles


- Wikipedia in Englisch: http://en.wikipedia.org/wiki/chagas
- [http://www.humboldt-foundation.de/kosmos/titel/2005_002.htm Medikamentenforschung im Weltall] Kategorie:Zoonose Kategorie:Infektionskrankheit

Parasiten des Menschen

Parasiten des Menschen sind Parasiten, die den Menschen befallen. Auch auf viele Bakterien und Pilze trifft die Definition Parasit zu; sie werden aber aufgrund ihrer medizinischen Bedeutung und auch ihres teilweise nur fakultativen Parasitismus in den Fachgebieten Bakteriologie und Mykologie innerhalb der Mikrobiologie behandelt. Viele Parasiten übertragen häufig andere Parasiten, dann werden erstere zu den Vektoren gerechnet. Beachtenswert ist jeweils, dass die meisten Entwicklungsstadien der meisten Parasiten durch einfaches Pasteurisieren bei 60° Celsius für einige Minuten abgetötet werden, dass aber einige selbst längeres Tiefgefrieren bei Temperaturen um minus 20° Celsius überleben können.
- Hier sind die häufigsten Parasiten des Menschen gelistet. Systematik vorerst nach: Parasitologie - Mit besonderer Berücksichtigung humanpathogener Formen, Johannes Dönges, 2. ü.u.e. Aufl.1988, Georg Thieme Verlag Stuttgart-N.Y. ISBN 3135799026 : =Protozoa - Protozoische Parasiten= :(siehe auch: Infektion durch Protozoen)

Stamm Sarcomastigophora


- Unterstamm Mastigophora (Flagellata, Geißeltierchen) :Klasse Zoomastigophora :Familie Trypanosomatidae (Trypanosomatiden) :Gattung Trypanosoma (Trypanosomen), Erreger von Trypanosomiasis
    - Trypanosoma brucei gambiense, Erreger der afrikanischen Schlafkrankheit
    - Trypanosoma brucei rhodesiense Erreger der ostafrikanischen Schlafkrankheit
    - Trypanosoma cruzi, Erreger von Chagas :Gattung Leishmania (Leishmanien), Erreger der Leishmaniose
    - Leishmania donovani Erreger der viszeralen Leishmaniasis od. Kala-Azar
    - Leishmania tropica, Erreger der Orientbeule
    - Leismania brasiliensis, Erreger der amerikanischen Hautleishmaniasis :Ordnung Trichomonadida
    - Trichomonas vaginalis, Erreger der menschl. Trichomoniasis :Ordnung Diplomonadida
    - Giardia lamblia, Erreger der Giardiasis od. Lamblienruhr
- Unterstamm Sarcodina
    - Entamoeba histolytica, Erreger der Amöbenruhr
    - Naegleria fowleri
    - Hartmanella

Stamm Apicomplexa ( = Sporozoa, Sporentierchen)

:Ordnung Coccidia
    - Isospora belli, Erreger der Coccidiose beim Menschen
    - Toxoplasma gondii, Erreger der Toxoplasmose
    - Sarcocystis suihominis, Erreger von Darmsarcosporidiose beim Menschen
    - Sarcocystis bovihominis :Gattung Plasmodium, Erreger der Malaria
    - Plasmodium vivax, Erreger der Malaria tertiana
    - Plasmodium ovale, Erreger der Malaria tertiana
    - Plasmodium malariae, Erreger der Malaria quartana
    - Plasmodium falciparum, Erreger der Malaria tropica

Stamm Ciliophora (Wimpertierchen)


    - Balantidium coli, Erreger der Balantidienruhr des Menschen =Metazoa - Metazoische Parasiten=

Plathelminthes (Plattwürmer)

:(Stamm Plathelminthes)

Trematoda (Saugwürmer, Trematoden)

:(Klasse Trematoda) :Unterklasse Digenea [http://www.path.cam.ac.uk/~schisto/OtherFlukes/Flukes_Gen/Fluke.html] :Überordnung Anepitheliocystidia :Ordnung Echinostomida
- Familie Echinostomatidae, insgesamt 8 humanpathogene Arten, z.B.
    - Isthmiophora melis, Erreger der Echinostomiasis
    - Echinostoma echinatum, Erreger der Echinostomiasis
- Familie Fasciolidae, Übertragung durch Metacercariencysten auf Pflanzen
    - Fasciola hepatica, (Großer Leberegel), Erreger der Fasciolose
    - Fasciolopsis buski, (Riesendarmegel), Erreger der Fasziolopsiasis, (Fasciolopsiasis)
    - Fasciola gigantica :Ordnung Strigeida :Überfamilie Schistosomatoidea
- Familie Schistosomatidae :Unterfamilie Schistosomatinae :Gattung Schistosoma (Pärchenegel)
    - Schistosoma haemotobium, Erreger der Urogenitalbilharziose
    - Schistosoma mansoni, Erreger der Darmbilharziose
    - Schistosoma japonicum, Erreger der ostasiatischen Bilharziose
    - Schistosoma intercalatum, sowie Hybride mit Sch. haemotobium :Unterfamilie Bilharziellinae
    - Trichobilharzia szidati, Erreger der Schistosomatidendermatitis, (Badedermatitis) :Ordnung Plagiorchiida
- Familie Dicrocoeliidae
    - Dicrocoelium dendriticum Syn. Dicrocoelium lanceolatum, (Kleiner Leberegel), Erreger der Dicrocoeliose, selten
- Familie Troglotrematidae :Gattung Paragonimus (Lungenegel - Lungenwurm?)
    - Paragonimus westermani, Erreger der ostasiatischen Paragonimiasis
    - Paragonimus africanus, Erreger der afrikanischen Paragonimiasis
    - Paragonimus uterobilateralis, Erreger der afrikanischen Paragonimiasis
    - Paragonimus kellicotti, Neue Welt
    - Paragonimus caliensis, Südamerika :Ordnung Opisthorchiida
- Familie Opisthorchoiidae
    - Clonorchis sinensis (Chinesischer Leberegel), Erreger der Clonorchiasis
    - Opisthorchis viverrini, Thailand -/-
    - Opisthorchis felineus (Katzenleberegel), Erreger der Opisthorchiasis
- Familie Heterophyidae (Zwergdarmegel)
    - Heterophyes heterophyes
    - Metagonimus yokogawai
- unsortiert:
    - Gastrodiscoides hominis (Gastrodiscidae)
    - Watsonius watsoni
    - Fischoederius elongatus (Paramphistomidae) Vergleiche auch: Leberegel, Cercarie;

Cestodea (Bandwürmer, Cestoden)

:(Unterklasse Cestodea) :Überordnung Eucestoda (Gegliederte Bandwürmer)
- Ordnung Pseudophyllidea
    - Diphyllobothrium latum (Fischbandwurm)
    - Dipylidum canium (Gurkenbandwurm)
    - Spirometra Erreger der Sparganosis
- Ordnung Cyclophyllidea
  - Familie Taeniidae
    - Taenia saginata (Rinderbandwurm)
    - Taenia solium (Schweinebandwurm), Erreger der Cysticercosis
    - Echinococcus granulosus (Hundebandwurm), Erreger der zystischen Echinokokkose
    - Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm)Bild:Qsicon_exzellent.png, Erreger der alveolären Echinokokkose
    - Echinococcus patagonicus
    - Echinococcus oligarthrus
    - Echinococcus vogeli (humanpathogen ?)
    - Taenia crassiceps (ähnl. Echinococcosis)
  - Familie Hymenolepidae
    - Hymenolepis nana (Zwergbandwurm)
    - Hymenolepis fraterna (humanpathogen ?)
    - Hymenolepis diminuta, selten

Nematoda (Fadenwürmer, Nematoden)

:(Unterstamm Nematoda)
- Klasse Secernentea
- Ordnung Rhabditida
  - Unterordnung Rhabditina
    - Familie Strongyloididae
      - Stronyloides stercoralis (Zwergfadenwurm)
  - Unterordnung Strongylina
    - Familie Ancylostomatidae
      - Ancylostoma duodenale (Hakenwurm)
      - Necator americanus (Hakenwurm)
      - Ancylostoma braziliense, Erreger der Larva migrans cutanea
      - Ancylostoma caninum, Erreger der Larva migrans cutanea
  - Unterordnung Ascaridina
    - Familie Oxyuridae
      - Enterobius vermicularis (Madenwurm)
    - Familie Ascarididae
      - Ascaris lumbricuides (Spulwurm)
      - Ascaris suum (Schweine-Spulwurm)
      - Toxocara canis, Erreger der Larva migrans visceralis
    - Familie Anisakidae
      - Anisakis marina Erreger der Anisakiasis, (Heringswurmkrankheit)
- Ordnung Spirurida
  - Unterordnung Camellalina
    - Überfamilie Dracunculoidea
      - Dracunculus medinensis Erreger der Dracontiasis
  - Unterordnung Spirurina
    - Überfamilie Filarioidea, Filarien, Erreger der Filariosen
    - Familie Filariidae
      - Wuchereria bancrofti Erreger der lymphatischen Filariose, (Elefantiasis)
      - Brugia malayi Erreger der lymphatischen Filariose, (Elefantiasis)
      - Brugia timori
      - Loa loa ( Vektor: Chrysops ), Erreger der Kamerunbeule [http://en.wikipedia.org/wiki/Loa_loa]
      - Dipetalonema perstans Syn.: Acanthocheilonema perstans
      - Dirofilaria immitis, selten, [http://en.wikipedia.org/wiki/Heartworm]
    - Familie Onchocercidae
      - Onchocerca volvulus, Erreger der Onchozerkose, Flussblindheit
- Klasse Adenophorea
- Ordnung Enoplida
  - Unterordnung Dorylaimina
    - Familie Trichuridae
      - Trichuris trichiura (Peitschenwurm)
    - Familie Trichinellidae
      - Trichinella spiralis Erreger der Trichinose
  - Unterordnung Dioctophymina
    - Familie Dioctophymatidae
      - Dioctophyme renale (Riesennierenwurm), selten

Annelida (Ringelwürmer)

:(Unterstamm Annelida)
- Hirudinea (Egel)
  - Hirudo medicinalis (Blutegel)

Pentastomida (Zungenwürmer)

:(Klasse Pentastomida)
- Armillifer armillatus, Erreger der afrikanischen Pentastomiasis
- Linguatula multiannulata, selten

Arthropoda (Gliederfüsser, Arthropoden)

:(Unterstamm Arthropoda)

Arachnida (Spinnentiere)

:(Klasse Arachnida) Ordnung Acari (Milben) :
- Trombiculidae (Laufmilben), Erreger der Trombidiose (Erntekrätze)
    - Sarcoptes scabiei (Krätzmilbe), Erreger von Scabies
    - Neotrombicula autumnalis (Herbstgrasmilbe)
    - Dermatophagoides (Hausstaubmilbe) (Parasit ?, der Vollständigkeit halber aufgeführt)
- Ixodida (Zecken), Überträger von Frühsommer-Meningoenzephalitis, Borreliose, Q-Fieber, Babesien, Tularämie, Omsker hämorrhagischem Fieber, Boutonneuse-Fieber, Krim-Kongo-Fieber, Kyasanur-Forest-Krankheit, Rickettsiosen, Fleckfieber, Rückfallfieber, Texas-Fieber und ca. 50 weitere Krankheiten weltweit.
  - Argasidae, Lederzecken
  - Ixodidae, Schildzecken
  - Nuttalliellidae, nur eine Art:
    - Nuttalliella namaqua Bedford

Insecta (Insekten)

:(Klasse Insecta)
- Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)

Siphonaptera (Flöhe)

:(Ordnung Siphonaptera) :
    - Xenopsylla cheopis (Rattenfloh), überträgt Pest
    - Pulex irritans (Menschenfloh), überträgt gelegentlich auf mechanischem Weg Fleckfieber und Beulenpest, als Zwischenwirt für verschiedene Bandwurmarten auch als deren Überträger [z.B.Gurkenkernbandwurm (Dipylidum canium)].
    - Ctenocephalides felis (Katzenfloh)
    - Tunga penetrans (Sandfloh), überträgt