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Acetabularia

Acetabularia

Acetabularia ist eine bis zu 10 Zentimeter groß werdende einzellige (!) Alge. Sie kann in die drei Teile definiert werden:
- Das wurzelähnliche Rhizoid, mit dem sie am Boden haftet. Dieser Teil enthält den einzigen Zellkern der Riesenzelle,
- den Stiel,
- den Hut. Bekannt ist die Acetabularia-Familie durch die Experimente zum Nachweis der Rolle des Zellkernes bei der Vererbung, welche wie folgt ablaufen: Der zellkernlose Stiel einer Acetabularia-Gattung, der Acetabularia mediterranea, wird herausgeschnitten und auf das Rhizoid einer anderen Gattung, der Acetabularia wettsteinii, aufgepfropft. Nun bildet sich aus dem Stiel der A. mediterranea auch einige Male der Hut der A. mediterranea, wenn dieser mehrmals abgeschnitten wird. Nach mehrfachem Abschneiden des Hutes jedoch, bildet sich fortan nur noch der Hut der A. wettsteinii. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich im Zellplasma des A. mediterranea-Stiel noch Erbinformationen befanden, und diese bei Neubildung des Hutes "aufsteigen", und somit auch die Form des Hutes bestimmen. Nachdem diese Erbinformationen jedoch "aufgebraucht" sind, ist der Zellkern, welcher sich ja im Rhizoid der A. wettsteinii befindet, die einzige Quelle für Erbmaterial, und deswegen bildet sich nach einer Weile aus dem Stiel der A. mediterannea der Hut der A. wettsteinii. Hiermit wurde also bewiesen, dass der Zellkern für die Vererbung des Erbgutes verantwortlich ist. Kategorie:Protozoen und Algen

Alge

Die Bezeichnung Alge wird in der Algenkunde (Phykologie oder Algologie) unterschiedlich verwendet und verschiedenen Begriffen zugeordnet. #Im weiteren Sinn bezeichnen sie im Wasser lebende, eukaryotische, pflanzenartige Lebewesen, die Photosynthese betreiben, jedoch nicht zu den eigentlichen Pflanzen gehören. #Als Algen im engeren Sinne werden zahlreiche Protistengruppen bezeichnet, beispielsweise Kieselalgen, Rotalgen, Braunalgen, Grünalgen. Hierzu gehören sowohl einzellige als auch mehrzellige Lebewesen. #Als Blaualgen werden fälschlich die Cyanobakterien bezeichnet, die zu den Prokaryoten gehören und deshalb weder zu den Algen noch zu den Pflanzen gerechnet werden. Sie sind Gegenstand der Bakteriologie, werden aber als historisches Relikt auch noch von der Botanik behandelt. Algen stellen keine echte Verwandtschaftsgruppe im Sinne der Phylogenie und Systematik dar, sondern sind eine paraphyletische Gruppe. Gleichwohl wird der Begriff auch in der Biologie häufig als Generalbegriff verwendet. Man findet Algen insbesondere im Meer und im Süßwasser. Es gibt jedoch auch Arten die an der Luft z.B. an Baumstämmen oder auf Felsen/Gestein leben; man findet diese hauptsächlich in den Tropen und Subtropen, jedoch einige Arten auch noch in Süd-Europa. Im Wasser bilden Algen das Phytoplankton, den pflanzlichen Teil des Planktons. Auch das Phytobenthos, die Pflanzen der Gewässerböden, wird hauptsächlich durch Algen gebildet. Besonders groß sind die Laminarien (marine Braunalgen), die ausgedehnte Tangwälder in den Küstenbereichen der Meere bilden. Algen sind aber auch an Land zu finden, beispielsweise an Baumrinden. Insbesondere einzellige Algen gehen auch Symbiosen ein, zum Beispiel als Zoochlorellen in manchen Meerestieren, die dadurch unabhängig von äußerer Nahrungszufuhr werden oder einfach Tarnung erhalten. Am intensivsten gediehen ist die Symbiose zwischen Algen und Pilzen in den Flechten. Diese stellen echte Doppelwesen dar, die sogar gemeinsame Vermehrungsorgane ausbilden.

Siehe auch


- Algizid
- Mikroalgen, Spirulina, Pfiesteria
- Lichenologie

Literatur


- Karl-Heinz Linne von Berg, Michael Melkonian: Der Kosmos-Algenführer. Die wichtigsten Süßwasseralgen im Mikroskop. Kosmos-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09719-6

Weblinks


- [http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/e44/44.htm Botanik online: Algen]
- [http://www.fortunecity.de/lindenpark/hundertwasser/517/Algen.html Die Algen] Kategorie:Pflanzentyp ja:藻類

Familie (Biologie)

Die Familie (lateinisch: Familia) ist eine hierarchische Stufe der biologischen Systematik. Sie steht zwischen den Hauptrangstufen Ordnung und Gattung. Direkt über der Familie kann die Überfamilie stehen, unter ihr die Unterfamilie (lateinisch:Subfamilia). In der Zoologie besteht die Konvention, dass der wissenschaftliche Familienname auf -idae endet (z. B. Laufkäfer: Carabidae). In der Botanik dagegen endet die Familienbezeichnung meist auf -aceae (zum Beispiel Korbblütengewächse: Asteraceae). Vielfach leiten sich ihre Bezeichner von besonders bekannten Gattungen der Familie ab (zum Beispiel bei den Liliengewächsen Liliaceae), aber auch morphologische Besonderheiten der Familie können namensgebend sein (so bei den Lippenblütengewächsen Labiatae). Kategorie:Taxonomie als:Familie (Biologie) ms:Famili

Vererbung (Biologie)

Unter Vererbung versteht man die Weitergabe von körperlichen (äußeren) oder inneren Merkmalen wie Begabung, Anfälligkeit, Erbkrankheiten von Generation zu Generation. Bei der tatsächlich sichtbaren Ausprägung des Merkmals können scheinbar Generationen übersprungen werden; dies tritt auf, wenn ein rezessives Merkmal nur in einfacher Kopie vorhanden ist. Lebewesen vererben ihr Erbgut entweder durch ungeschlechtliche Vermehrung oder durch geschlechtliche Fortpflanzung. Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung erhält jeder Nachkomme zwei komplette Sätze Erbinformationen, jeweils einen von Vater und Mutter. Somit hat jeder Nachkomme für jedes Merkmal, z.B. Haarfarbe, Augenfarbe oder Blutgruppe, zwei Informationen, die durchaus unterschiedlich sein können. So kann z.B. bei der Haarfarbe die Information vom Vater "blond" und die von der Mutter "schwarz" heißen. Diese verschiedenen Ausprägungen heißen Allele. Je nachdem, um welches Merkmal es sich handelt, bildet sich entweder eine Mischform der beiden Allele oder eine der beiden Varianten setzt sich durch und unterdrückt die andere.

Intermediäre Vererbung

Bei intermediärer Vererbung wird eine Mischform der beiden Erbanlagen ausgebildet. Zum Beispiel wird bei der japanischen Wunderblume (Mirabilis Jalapa) die Blütenfarbe intermediär vererbt. Besitzt ein Exemplar eine Anlage für rote und eine für weiße Blütenblätter, so bildet es rosa Blütenblätter aus. Die Erbinformation selbst wird jedoch nicht vermischt und jeder Nachkomme enthält entweder die eine oder die andere Erbinformation, bei der Wunderblume also entweder rot oder weiß. Das heißt bei der nächsten Generation haben 25 Prozent weiße Blütenblätter, 50 Prozent rosa Blütenblätter und 25 Prozent rote Blütenblätter. Intermediäre Vererbung ist die seltenere Variante der Vererbung.

Dominant-rezessive Vererbung

Bei dieser Form der Vererbung setzt sich das dominante Allel gegenüber dem rezessiv vererbten Allel durch. Die Augenfarbe beim Menschen wird dominant-rezessiv vererbt, wobei das Allel für braune Augen dominant und das Allel für blaue Augen rezessiv ist. Bekommt ein Kind von einem Elternteil die Erbinformation für blaue Augen und vom anderen die für braune Augen, so wird es braune Augen haben. Die Erbinformation für das rezessive Allel (hier "blaue Augen") bleibt jedoch erhalten und kann an die nächste Generation weitergegeben werden. Die Existenz eines dominant rezessiven Erbgangs ist nur bei diploiden Organismen gegeben. Diploide Organismen, zu denen alle höheren Pflanzen und Tiere gehören, haben von ihrem gesamten Genmaterial zwei Kopien. So teilen sich beispielsweise beim Menschen die 46 Chromosomen auf 2 x 22 Autosomen + 2 Gonosomen (ein X- + ein Y- Chromosom) auf. Die eine Kopie dieses Genmaterials (22 Autosomen) kann als "Sicherheitskopie" der anderen Hälfte (der weiteren 22 Autosomen) betrachtet werden. Ein diploider Chromosomensatz ist die Voraussetzung für eine geschlechtliche Vermehrung. Ein haploider Organismus, der eine Genmutation und damit eine phänotypisch sichtbare Mutation erleidet, gibt diese Mutation mit annähernd 100%iger Wahrscheinlichkeit an die Filialgeneration (also an die Tochterorganismen) weiter. Bei einem diploiden Organismus sind hingegen die in den Mendelschen Regeln beschriebenen Aufspaltungen zu beobachten. Dabei erscheint die Mutation generell als rezessives Merkmal!

Beispiel

Ein Gen enthält die Information für den Zusammenbau eines Proteins (dies sind Enzyme, u.a.). Ein Enzym ist für die Umwandlung bzw. Zusammensetzung eines Stoffes zuständig. Braune Haut und braune Augen enthalten beispielsweise den Farbstoff Melanin. An der Produktion von Melanin sind mehrere Enzyme beteiligt. Ist eines der Gene, welches für eines dieser Enzyme codiert (den Bauplan enthält) fehlerhaft (also mutiert) so wird ein falsches Enzymprotein oder gar kein Enzymprotein hergestellt. Folglich kann der Organismus keinen braunen Farbstoff Melanin produzieren. Dies nennt man Albinismus. Albinismus beim Menschen zeichnet sich durch hellblaue oder rote Augen (bei Tieren nur rote Augen), weiße Haare und weiße Haut aus. Albinismus wird rezessiv vererbt, denn ein diploider Organismus kann immer auf eine Sicherheitskopie für die korrekte Produktion von Proteinen zurückgreifen. Erst wenn die Hauptkopie UND die Sicherheitskopie ein und desselben Enzymbauplans defekt sind, fehlen dem Organismus die Informationen vollständig, um, wie in diesem Beispiel, Melanin zu produzieren. Die vollständig erhaltene Version des Gens nennt sich "Wildtyp"-Allel. Die veränderte und zumeist unsinnige Version eines Gens nennt man "Mutanten"-Allel. Erbkrankheiten werden meistens rezessiv vererbt, unter anderem Albinismus. Zu den wenigen dominant vererbten Krankheiten gehören Nachtblindheit, Kurzfingrigkeit und Spalthände.

Gefahren von Inzest / Inzucht

Da die meisten Erbkrankheiten rezessiv vererbt werden, trägt praktisch jeder Mensch die Anlagen für einige solche Krankheiten in sich, ist aber völlig gesund, da er auch die gesunde Erbinformation besitzt, welche dominant ist. Die Krankheit kann nur dann ausbrechen, wenn beide Elternteile die Information für "krank" in sich tragen und beide sie ans gleiche Kind weitergeben. In der Hälfte der Samenzellen bzw. Eizellen wird sich das kranke Allel wiederfinden. Somit haben im Durchschnitt auch 50 Prozent der Kinder die Krankheit geerbt. Wenn nun Geschwister miteinander Kinder haben, beträgt die Wahrscheinlichkeit bereits 25 Prozent, dass beide Geschwister das kranke Gen in sich tragen, viel mehr als im Bevölkerungsdurchschnitt. Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder von nahe verwandten Personen Erbkrankheiten aufweisen, wesentlich höher als bei Kindern von nicht verwandten Menschen. Das Verbot der Heirat von nahen Verwandten und vermutlich auch das weit verbreitete Inzest-Tabu gründen sich auf diese Erkenntnis. Früher war dies eine rein empirische Beobachtung, da man von Genetik nur sehr geringe Kenntnisse besaß.

Siehe auch


- Disposition
- Erbkrankheit
- Genotyp
- Phänotyp
- Zucht
- Kreuzung
- phylogenetischer Baum Kategorie:Genetik

Gattung (Biologie)

Die Gattung ist eine hierarchische Stufe der biologischen Systematik. Eine Gattung enthält eine oder mehrere Arten. Ein Beispiel einer Gattung ist die Abies (Tanne). Alle Arten innerhalb einer Gattung haben immer einen zweiteiligen (binominalen) Namen, der neben der Gattungsbezeichnung noch ein Art-Epipheton enthält. Abies alba (die Weißtanne) ist eine Art in der Gattung Abies (Tanne). Diese durchgehend binominale Benennung geht auf Carl von Linné zurück, der sie in seinem Werk Systema Naturae einführte. Wenn eine Gattung nur eine Art enthält, nennt man die Gattung monotypisch. Gattungen selbst werden in Familien zusammengefasst.

Strukturierung einer Gattung

Wenn eine Gattung viele Arten enthält, die nach unterschiedlichen Kriterien geordnet werden können, stehen die folgenden hierarchischen Ränge zur Verfügung:
- Untergattung
- Sektion
- Untersektion
- Serie
- Unterserie Dabei ist es im Ermessen des Biologen, welcher der Ränge angemessen erscheint. Bedeutende Unterschiede werden in der Regel durch Untergattungen ausgedrückt; bei unscheinbaren Variationen wird eher die Sektion benutzt. Es gibt also keine Vorschrift, dass bestimmte Ränge bevorzugt zu benutzen sind. Allerdings wird die Untersektion (bzw. Unterserie) nur gebraucht, wenn auch die Sektion (bzw. Serie) benutzt wird. Kategorie:Taxonomie als:Gattung (Biologie) ms:Genus th:สกุล (ชีววิทยา)

Kategorie:Protozoen und Algen

Kategorie Protozoen und Algen In diese Kategorie sollten alle Artikel zu Protisten, also Protozoen und Algen eingetragen werden. Bitte hier keine Artikel zu Begriffen, die im Zusammenhang mit Protozoen und Algen gebraucht werden wie z. B. Flagellum oder Chloroplast hier eingetragen. Diese Artikel sollten in die passende Unterkategorie von :Kategorie:Biologie eingetragen werden. Kategorie:Lebewesen - systematische Übersicht ja:Category:原生生物 ko:분류:원생생물

Héliotropisme

L'héliotropisme ( attraction vers le soleil) est un mouvement diurne d'une partie de la plante (fleur, feuille, tige) en réponse au changement de direction du soleil. Des fleurs héliotropes suivent le mouvement du Soleil d'est en ouest. Durant la nuit, les fleurs peuvent suivre une orientation aléatoire, tandis qu'à l'aube elles s'orientent en direction de l'Est. Ce comportement peut se rencontré, par exemple, chez une renoncule des montagnes Rocheuses (Ranunculus adoneus). ---- L'héliotropisme est l'attirance des populations d'un pays vers une région plus ensoleillée. Les pays où l'héliotropisme est important sont :
- Les États-Unis dans la Sun Belt catégorie:géographie catégorie:botanique

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